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GP von Deutschland, Sachsenring - Rennen
PECH !
Starker Auftritt !
#35 Randy - Platz 11, +1'13.484 Minuten (WM-Rang 9 - 63 Punkte)
Randy verpasst wegen Sturz das Podium - Rang 11 auf dem Sachsenring
Drei Runden vor dem Fallen der Zielflagge im Motorrad Grand Prix Deutschland scheiterte Randy Krummenacher am Weg zu einer sicheren Podiumsplatzierung. Im Kampf um Platz drei rutschte dem Aprilia-Pilot in Kurve eins das Vorderrad weg. Der darauffolgende Ausrutscher in das Kiesbett war unvermeidbar. Randy konnte aber schnellstmöglich das Rennen wieder fortsetzen und fuhr letztendlich als Elfter über die Ziellinie.
"In der verhängnisvollen Runde wollten wir zu dritt auf gleicher Höhe in Kurve eins einbiegen. Obwohl die Fahrbahn auf den Sachsenring mit durchschnittlich 10 Metern eher breit ist, reichte es aber für drei Fahrer doch nicht ganz. Und dadurch, dass es in unserer Gruppe so knapp zuging, habe ich irgendwie einen Schlag von links oder rechts am Lenker abbekommen. Dabei ist mir das Vorderrad für einen kurzen Augenblick weggerutscht. Ich musste daraufhin ein wenig von der Bremse gehen, ansonsten hätte ich die Kontrolle über die Frontpartie komplett verloren. Logisch dass ich dann etwas zu schnell in die Kurve eingebogen bin. Dabei bin ich auch abseits der Ideallinie auf einem feuchten Fleck geraten.In der Hitze des Gefechtes kann so etwas passieren. Passiert ist passiert, und dieser Zwischenfall ist auch schon abgehackt und vergessen."
Das Rennen der 125ccm Klasse wurde bei sehr trickreichen Bedingungen ausgetragen. Denn das Warm-up am frühen Vormittag fand noch bei regnerischen Bedingungen statt,das er auf komplett regennasser Fahrbahn mit der zwölftschnellsten Rundenzeit beendete. Erst im Nachhinein ließ der Regen nach, ehe dieser schließlich ganz aufhörte und die Sonne zwischen den Wolken zum Vorschein kam. Bis zum Start des Rennens um 11:00 Uhr begann die Fahrbahn auf dem 3.671 Meter langen Sachsenring stellenweise abzutrocknen. Nach der Besichtigungsrunde wurde es in der Startaufstellung hektisch. Viele Fahrer und Teams entschieden sich dazu, das Rennen mit profillosen Slicks in Angriff zu nehmen. So auch der 20-jährige Zürcher und sein niederländisches Team STIPA-Molenaar-Racing-GP. In den ersten Runden der Renndistanz über insgesamt 27 Umläufen war die Fahrbahn überwiegend noch feucht, sodass es schwierig war, das Limit zu finden. In dieser Phase stürmten die wenigen Piloten, die mit Regenreifen in das Rennen gestartet waren, dem Feld auf und davon.
"In der Anfangsphase bin ich sehr kontrolliert an das Limit gegangen. Ansonsten hatte ich auch in jedem Rennabschnitt ein sehr gutes Gefühl im Kurvenausgang. Ich konnte jederzeit optimal aus den Kurven heraus beschleunigen. Mit diesem beruhigenden Gefühl werde ich nach der Sommerpause einen neuen Anlauf auf meine erste Podiumsplatzierung in dieser Saison starten."
Nach einem guten Start zeigte Randy aber schon in der Anfangsphase eine großartige Leistung, indem er bei diesen schwierigen Verhältnissen wegen der rutschigen Fahrbahn geschickt und wohl überlegt sein Limit kalkulierte. Dabei lieferte er sich auch einen rundenlangen Positionskampf mit den WM-Führenden Marc Marquez und Pol Espargaro. Mit zunehmender Renndistanz und zusehends abtrocknender Fahrbahn konnten sich die beiden Spanier aber vom Rest des Feldes absetzen. Krummenacher war dahinter der erste Tempomacher in der zweiten Gruppe, in der er sich zumeist gegen Bradley Smith, Esteve Rabat und Tomoyoshi Koyama durchsetzen konnte. In der Schlussphase gesellte sich auch noch Sandro Cortese dazu. In weiterer Folge kam es zu einem Dreikampf um die dritte Position zwischen Randyd, Cortese und Koyama, ehe ihm in Runde 24 das Missgeschick in Kurve eins passierte. Nach der Zieldurchfahrt auf Rang elf zeigte er sich keineswegs darüber enttäuscht, sondern hackte den Zwischenfall umgehend ab und blickt mit der Gewissheit ein konkurrenzfähiges Paket geschnürt zu haben, schon dem nächsten Rennen nach der Sommerpause in Brno, Tschechien, entgegen. Zudem überwog auch die Tatsache, dass Krummenacher auch im achten Saisonrennen WM-Punkte sammeln konnte.
"Angesichts meiner Leistung im Rennen bis zu meinem Sturz, kann ich dem nächsten Grand Prix gelassen entgegenblicken. Mit der Fahrwerksabstimmung konnten wir heute einen Volltreffer landen. Und auch meine Form stimmt zu 100 Prozent. In all den Positionskämpfen hatte ich meine direkten Gegner jederzeit im Griff. Im Generellen war ich in der Beschleunigung bevorteilt, denn ich konnte in jeder Kurve als Erster am Gasgriff drehen. Für die restliche Saison müssen wir alles Mögliche unternehmen, damit wir diese Form unseres Gesamtpaketes beibehalten können."
Der Spanier Marc Marquez feierte seinen fünften Grand-Prix-Triumph in Folge, nachdem in derselben Runde, in der Randy stürzte, auch sein Kontrahent Pol Espargaro im Kampf um die Führungsposition durch Sturz aus dem Rennen gerissen wurde. Zweiter wurde schlussendlich der Japaner Tomoyoshi Koyama vor Sandro Cortese. Pech hatte auch Krummenachers Teamkollege Luis Salom, der schon nach nur einer Runde wegen durchgeschmorrter Kupplung das Rennen aufgeben musste.
Nächster Grand Prix: Tschechien - Brno, 13. - 15. August
Hasta la victoria - Siempre !
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